Namensgedächtnis Teil 2

Wenn Sie den Namen zu 100% verstanden haben, sollten sie sich etwas mehr bei dem Namen denken, als ihn einfach nur zu hören.

Frank Wallner, zum Beispiel, wäre in meinem Fall ein Schafzüchter (ich kenne einen Frank, der Schafe hält) und die Schafe werden von einem Wall eingezäunt.

Das Bild, welches sie sich gemacht haben, sollten sie nun aber noch mit der Person verknüpfen:
In dem Beispiel hat Herr Wallner vielleicht wenig Haare. Dann stellen sie ihn sich mit einer riesigen Schafswollmütze vor. Das ist dann MERK-WÜRDIG.

Das Namensgedächtnis Teil 1

90% der Deutschen behaupten, ein schlechtes Namensgedächtnis zu haben. Also müssen Sie kein ungutes Gefühl haben, wenn es bei Ihnen auch so ist.

Namen sind für das Gehirn nur selten merk-würdig.

Aber bevor man sich zu Namen merk-würdige Dinge merkt, was absolut sinnvoll ist, muss man den Namen erst einmal richtig verstehen.

Ein Beispiel: Frau Britta Sieben stellt sich Ihnen vor. Am Telefon oder per Handschlag macht hier kaum einen Unterschied. Da Sie den Namen nicht sehen, sondern nur hören, werden Sie den einfachen Nachnamen eventuell nicht richtig verstehen, denn es könnte ja auch Siepen, Siebens, Sieber, … sein. Wenn Frau Sieben sagt: „Meine Name ist Sieben, wie Acht.“ dann gibt es natürlich keine Fragen mehr.

Wenn Sie den Namen nicht verstanden haben, fragen Sie eben nach. Dann wird der Gefragte oft deutlicher werden und liefert mit Glück sogar eine Eselsbrücke mit.

Kleinigkeiten können helfen

Es muss manchmal nicht viel sein.

Das Anfangen ist leichter, wenn der zeitliche Aufwand nicht so groß ist.

Versuchen Sie mal einen Unterarmstütz. Anfangs reichen 60 Sekunden.
Dabei stützt man sich mit den Unterarmen und den Fußspitzen auf und bildet quasi ein „Brett“. Dabei achten Sie darauf, dass das Gesäß nicht durchhängt. Es sollte aber auch nicht nach oben gestreckt sein. Wie ein gerades Brett eben.

Wenn Sie 60 Sekunden geschafft haben, nehmen Sie sich für morgen 65 Sekunden vor. 5 Sekunden mehr klappt bestimmt. Irgendwann wird der Punkt kommen, wo Sie „kämpfen“ müssen. Aber 5 Sekunden mehr geht immer noch.

Das ist ein sehr gutes Training für die gesamte Rumpfmuskulatur und beugt Rückenschmerzen vor.

Muskelkater

Ist Muskelkater schädlich?

Nein, solange es sich um normalen Muskelkater handelt. Schädlich wäre ein Muskelfaserriss oder gar ein Muskelriss.

Muskelkater entsteht durch Risse in den kleinsten Bauteilen der Muskeln, den Myofibrillen und den Sarkomeren. Der Körper merkt: Oha, der Muskel war zu schwach! In der Regenerationsphase werden die kleinsten Fasern der Muskeln nicht nur repariert, sondern noch verstärkt. Bildlich gesprochen wird die gebrochene Achse nicht nur zusammengeschweisst, sondern recht und links wird sie mit einem Flacheisen verstärkt.

Nach dem Muskelkater ist der betroffene Muskel also stärker als vorher.

In der Reparaturphase muss der Muskel natürlich geschont werden.

2 Grundregeln für das Büro

Haben Sie an Ihrem Arbeitsplatz die 2 Grundregeln für das Büro eingehalten?

  1. Tür im Blick! Das Gehirn denkt noch ganz ähnlich, wie während der Zeit als Höhlenmensch. Niemals würden Sie sich mit dem Rücken zum Höhleneigang setzen. Kennen Sie ein Vorstandsbüro? Schauen Sie auf den Rücken des Chefs? Mit Sicherheit nicht.
  2. Fenster im Blick! „So weit, wie man schauen kann, kann man auch denken.“ Diesen etwas ketzerischen Satz sollten Sie bei der Wahl der Sitzposition im Kopf haben. Eine Erklärung ist die Muskulatur im Auge. Wenn Sie gegen die Wand schauen, kann die Muskulatur niemals entspannen. ACHTUNG: Sehr oft werden Kinder „mit dem Kopf vor die Wand“ gesetzt, und die Eltern wundern sich, dass das Kind den Arbeitsplatz nicht annimmt.

72-Stunden-Regel

Wer sich etwas vornimmt, muss sofort anfangen.

Nach einer Entscheidung – und eine Entscheidung dauert immer nur eine Sekunde – braucht das Gehirn innerhalb von 3 Tagen die Bestätigung, dass man es wirklich ernst meint.

Wenn es um die körperliche Fitness geht: Jetzt sofort einen Liegestütz oder 20 Sekunden Unterarmstütz. Morgen dann 2 Liegestütz oder 25 Sekunden usw.

Es muss nicht viel sein, aber der erste kleine Schritt Richtung Ziel muss sofort erfolgen!

Variables Training

Laufen Sie mit unterschiedlicher Geschwindigkeit!

Gestern bin ich 12 KM im Marathonrenntempo gelaufen. Der durchschnittliche Puls war 157. Heute 8,5 KM eine Minute pro KM langsamer. Der Puls betrug 137 im Schnitt.

Das muss man allerdings nur beherzigen, wenn man sportliche Ziele hat. Wer nur für das Herz- Kreislaufsystem läuft, kann durchaus immer bei der gleichen Geschwindigkeit laufen.

Anfänger variieren die Geschwindigkeit in der Regel zu wenig und wundern sich, dass keine Veränderung eintritt.

Meine schnellsten KM laufen ich in unter 4 Min pro KM. Das langsamste Trainingstempo beträgt kanpp 6 Min pro Km. Mein Marathontempo (Ende April in HH) wird 4:50 bis 5:00 pro KM betragen.

Propriozeptorentraining

Warum verletzen sich Kinder bei Stürzen (gleicher Intensität) seltener als Senioren?

Das liegt daran, dass der Körper der Kinder schneller und damit besser auf Stürze reagiert.

Die Rezeptoren, die bei unplanmäßigen Bewegungen gegensteuern und das richtige Verhältnis zur Umgebung wiederherstellen (Gleichgewicht), lassen sich trainieren.

Die einfachste Übung ist, sich beim Zähneputzen auf ein Bein zu stellen. Das angehobene Bein berührt dabei nicht das Standbein. Wenn Sie das für drei Minuten schaffen, ist das schon sehr gut.

Das nennt man Propriozeptorentraining.

Das Langzeitgedächtnis

Das Gehirn vergisst leider sehr schnell Dinge, die nicht merk-würdig sind.

Wenn man einen Fachvortrag hört oder einen Film sieht, ist es innerhalb der ersten Stunde noch relativ leicht, das Gehörte zusammenzufassen. Nach einem tag wird es schon deutlich schwieriger.

Einen interessanten Fachvortrag sollten Sie also in Zukunft innerhalb einer Stunde als Kurzzusammenfassung (1-2 Minuten) einem Freund berichten.

Nach einer Trainerstunde (in meinem Fall Golf) muss ich innerhalb einer Stunde die 3 wichtigsten Erkenntnisse rekapitulieren, z.B. aufschreiben.

Der nächste Wiederholungsdurchgang ist dann nach einem Tag, dann nach einer Woche, ein Monat und ein halbes Jahr. Wobei die letzten zwei (Monat und halbes Jahr) von der Komplexität abhängen.

Aber gerade die Stundenwiederholung ist entscheidend.
Beim Vokabellernen müssen die Problemvokabeln nach einer Stunde wiederholt werden. Das machen die Wenigsten.
Wartet man 2 Tage mit der Wiederholung, sind garantiert 3 der 4 Problemvokabeln vergessen und das Gehirn denkt: „Vokabel lernen ist Mist!“

Das Zahlengedächtnis

Das Gehirn kann sich besser Geschichten als Zahlen merken.

Stellt man sich auf der Skipiste eine Achterbahn vor, wegen der die Skifahrer zur Seite springen müssen, merkt man sich die Einwohnerzahl von Österreich leichter, als: Österreich, 8 Mio Einwohner.

Warum ist das so? Weil das Bild der Skifahrer, die von der Achterbahn belästigt werden MERK-WÜRDIG ist.

Übrigens ist das nicht auf die nächsten Minuten bezogen, sondern wenn man in 14 Tagen wieder nach der Einwohnerzahl gefragt würde, kommt man wieder über die „Eselsbrücke“ Skipiste und Achterbahn auf die 8 Mio Einwohner. Übrigens tendiert Österreich in Richtung 9 Mio, so dass auf der Skipiste ab 2018 gekegelt wird:

  • 1 Baum
  • 2 Fahrrad
  • 3 Dreirad
  • 4 Auto
  • 5 Hand
  • 6 Würfel
  • 7 Zwerge
  • 8 Achterbahn
  • 9 Kegel
  • 10 Bibel